Der Flaneur – Vom Untergang des Automobils und fast auch des Abendlands

Cicero

Letztens wurde in Potsdam ein Film gedreht. Zu diesem Zweck räumte man die Hermann-Elflein-Straße, eine der schönsten der Altstadt, von sämtlichen parkenden Autos frei – und plötzlich sah sie aus wie im Film. Ohne die Mauer aus buntscheckigen Blechkisten war die Linie der Straße wieder zu erkennen, und die Häuser waren nicht mehr ihres Parterres beraubt. Dass ein Haus am Boden beginnt, die Fassade als Ganzes wirken soll, gehört zu den Selbstverständlichkeiten, die in der Moderne ihre Geltung verloren haben. Der parkende Mensch korrigiert die Architektur, greift in die Kunstgeschichte ein: Das Zeitalter des Individualverkehrs ist auch das der Eliminierung des Parterres. Wer hat das so verfügt?

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