Ex-Generalbundesanwalt fordert neue Überprüfung von „Spiegel“-Bericht

Junge Freiheit

HAMBURG. Der frühere Generalbundesanwalt Alexander von Stahl hat den Spiegel aufgefordert, gegen die Autoren einer Titelgeschichte aus dem Jahr 1993 zu ermitteln, in der behauptet worden war, der Terrorist Wolfgang Grams sei beim Versuch der Festnahme von Polizisten erschossen worden. Von Stahl hatte sich mit einer entsprechenden Bitte an das Nachrichtenmagazin gewandt, nachdem der Fälschungsskandal um den früheren Reporter Claas Relotius durch eine interne Untersuchungskommission aufgearbeitet worden war. Darüber berichtete zuerst der Journalist Gabor Steingart in seinem Newsletter.

Der Spiegel hatte seinerzeit von einer „Tötung wie eine Exekution“, geschrieben. Das Führungsmitglied der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF), Wolfgang Grams, war im Juni 1993 in Bad Kleinen (Mecklenburg-Vorpommern) gemeinsam mit seiner Komplizin Birgit Hogefeld von einem Kommando der Spezialeinheit GSG 9 observiert und abgepaßt worden. Beim Versuch der Festnahme konnte Grams seine Waffe ziehen und einen Beamten erschießen. Nach dem Schußwechsel tötete sich der Terrorist selbst, wie eine Obduktion ergab. Der Spiegel wartete damals in einem Beitrag des Reporters Hans Leyendeckers mit einem Zeugen auf, der behauptet haben soll, ein Polizist habe aus nächster Nähe auf Grams gefeuert.

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