40. Todestag von Rudi Dutschke – „Der strengste Seitenscheitel seit 1945“

Cicero

„Im linken Sektierer-Nebel erhalte ich hin und wieder die widersprüchliche bzw. fragwürdige Ehre, ein ,Leninist‘, ‚Trotzkist‘, ,Maoist‘, ,kleiner Stalinist‘, ein ,Sponti‘ und anderes mehr zu sein“, bemerkte Rudi Dutschke einmal amüsiert und zog daraus den Schluss: „Der Name kann Schall und Rauch sein.“ Am besten habe es ihm aber gefallen, ein „Dutschkist“ zu sein“, wird sich seine Witwe später erinnern. Der „Dutschkismus“ hat nämlich die politischen Gewissheiten der deutschen Linken durcheinandergebracht – und er tut es noch heute.

Es ist noch nicht lange her, da stand in der sozialistischen Tageszeitung junge Welt, Dutschke würde „politisch und inhaltlich überschätzt“, er sei ein Studentenführer gewesen, „von dem für die Zukunft nicht viel zu lernen“ sei; ein „protestantischer Heißsporn“, der seinem väterlichen Freund, dem Philsophen Ernst Bloch, „im Urlaub in Dänemark immerhin die Pfeife halten“ durfte. Mehr aber auch nicht. In der konkurrierenden linken Wochenzeitung Jungle World konnte man wiederum lesen: „Rudi Dutschke, ein ehrbarer und aufrechter Mensch – vielleicht. Aber auch einer, der im Maschinengewehr-Rap-Tempo vollendeten Nonsens von sich geben konnte.“

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