Dekadenwechsel – 1920er-Jahre reloaded?

Cicero

Menschen neigen dazu, geschichtliche Jahreszahlen und Jubiläen zu nutzen, um Halt in der Gegenwart zu finden. So, wie das jedoch gedacht ist, geht es aber meistens schief: Historische Analogien sagen in der Regel mehr über das Jetzt als über die mit dem Jetzt verglichene Vergangenheit. Der bevorstehende Jahrzehntwechsel animiert uns dazu, sehr weit zurückzublicken, vor allem, weil die 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts aus heutiger Sicht als so anders, aber auch als so ähnlich zur heutigen Zeit gelten. Dieses Jahrzehnt wird gesehen als eine Zwischenperiode, ein Zeitalter des Übergangs, aber auch als ein Vorspiel des Untergangs: Wir sprechen von den „Goldenen Zwanzigern“ und meinen damit Aufbruch, Aufschwung, Revolution und Befreiung. Zugleich meinen wir aber auch den wirtschaftlichen Abschwung, den sozialen Niedergang und den Börsencrash, die Demokratiekrise, die Instabilität, die Massenarbeitslosigkeit und das Aufkommen des Faschismus.

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