Chronist des Preußentums

Junge Freiheit

„Es war Weihnachten 1812, Heiliger Abend. Einzelne Schneeflocken fielen und legten sich auf die weiße Decke, die schon seit Tagen in den Straßen der Hauptstadt lag.“ Stimmungsvoller kann man es nicht Weihnachten werden lassen als mit den ersten Sätzen des breit angelegten preußischen Sittengemäldes „Vor dem Sturm“. Das 1878 erschienene Buch war das Romandebüt des Meisters des poetischen Realismus, der vor 200 Jahren als Henri Théodore Fontane, also mit französischen Wurzeln, im brandenburgischen Neuruppin das Licht der Welt erblickte.

In Anbetracht der französischen Abstammung nimmt es nicht wunder, daß Fontane sich mit seinem ersten Prosa-Epos dem französisch-preußischen Kräftemessen widmete, das die Geschichte des 19. Jahrhunderts nachhaltig beeinflussen sollte. Am Beispiel der adligen Familie von Vitzewitz schildert der „Roman aus dem Winter 1812 auf 13“, so der Untertitel, Stimmungslage und Gemütsverfassung der preußischen Gesellschaft vor den Befreiungskriegen, die im Herbst 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig gipfelten.

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