Abstraktion und Einfühlung

Sezession

Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug erst bei Nacht, und ich beginne mit dem Nachdenken oft, nachdem ich meinen Job als Vordenker erledigt habe.

Mich besuchte eine Spiegel-Journalistin zum Zwecke eines Interviews über „rechte Frauen“. Zwei ihrer Fragen trafen mich keineswegs unerwartet, sondern lassen sich einem Stapel von Beispielen hinzufügen, den ich zu einem schwelenden und quälenden Denkproblem seit langem angehäuft habe.

Sie fragte mich, wie ich zu „Vergewaltigung in der Ehe“ stehe, und im weiteren Verlauf des Gesprächs dann, wie es bei mir um die Nächstenliebe zu einer indischen Näherin bestellt sei. Auf demselben Beispielstapel liegen bereits: „Wie erkläre ich einer Lesbe mit einem fremden Baby an Kindes Statt, daß ich Adoption durch homosexuelle Paare für falsch halte?“, „Wie erkläre ich jemandem, der sich gerade endlich scheiden läßt, daß Scheidung und Patchwork zur Erosion der Gesellschaft beitragen?“ und „Wie erkläre ich einem Sozialhilfeempfänger oder einem Kassenpatienten, daß der Sozialstaat zu Verhausschweinung des Menschen führt?“

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