Sonntagsheld (135) – Mythopoeia

Sezession

Der Sekretär des letzten Homer

Es ist unmöglich einen Artikel über den am 15. Januar verstorbenen Christopher Tolkien zu schreiben, ohne mit einem Verweis auf J.R.R. Tolkien zu beginnen, war doch die Herausgabe der umfangreichen Schriften seines Vaters das Lebenswerk des Sohnes. Daß nun allerdings in so manchem Nachruf zu lesen ist, er habe stets im Schatten seines Vaters gestanden, ist dennoch zu kurz gedacht.

Richtiger erscheint mir viel mehr die Vorstellung, daß Vater und Sohn – beide renommierte Mediävisten und Philologen – sich gleichermaßen im Dienst, im Bann und damit letztendlich im Schatten der gemeinsam entdeckten Sagenwelt befanden. Christopher Tolkien beschrieb in einem Interview auch die Distanz seines Vaters zur eigenen Autorschaft: Die frühen Mythen, die den Hauptcorpus des Silmarillion ausmachen, „waren für ihn wie die Mythen der realen Welt, die er beobachten und untersuchen konnte.“

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