Der lange Schatten

Junge Freiheit

Vor ein paar Jahren besuchte ich zum ersten Mal Israel. Mit dem Militärhistoriker Martin van Creveld bestiegen wir die alte Festung Masada, bei der es 74 n. Chr. nach monatelanger Belagerung zur Stürmung durch römische Truppen kam – und zum kollektiven Selbstmord der jüdischen Kämpfer mit ihren Familien. „Masada darf nie wieder fallen“ war lange Zeit der martialische Eid der israelischen Soldaten – Ausdruck des unbedingten Selbstbehauptungswillens eines bedrängten kleinen Volkes.

Von Masada nach Auschwitz. Ich besichtigte damals auch das Holocaust-Museum Yad Vashem. Mir wurde dort erst die eigentliche Bedeutung dieses Gedenkens für die Identität Israels klar. Klaustrophobische Gefühle weckend, schiebt sich das schmale, langgezogene Gebäude, ein durch geneigte Betonwände gebildeter hoher, dreieckiger, sich am Ende weitender Keil, über den Hang und ragt in ein Tal. 

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