Holocaust-Gedenkveranstaltungen – Von der Unmöglichkeit des Erinnerns

Cicero

Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nimmt das Erinnern kein Ende. Unser Gastautor ist selbst Jude. Ihn nervt die zur Schau gestellte Betroffenheit allmählich. Er fragt: Was bringt es, der Toten zu gedenken, wenn einem die lebenden Juden egal sind?

Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nimmt das Erinnern kein Ende. Unser Gastautor ist selbst Jude. Ihn nervt die zur Schau gestellte Betroffenheit allmählich. Er fragt: Was bringt es, der Toten zu gedenken, wenn einem die lebenden Juden egal sind?

Wenn Juden das Volk des Buches sind, ist Deutschland dieser Tage das Volk der Worte. Bekenntnisse über Bekenntnisse, Rituale über Rituale. Die Kollektivübung scheint darin zu bestehen, das Unfassbare zu vermessen, das Unmögliche auszudrücken – weniger das Verbrechen, mehr die eigene Betroffenheit. Manches hat mit Schuld und Scham zu tun. Manches mit einer Pflichtübung. Und manches auch mit dem kollektiven, fast erotischen Verlangen, eine Beziehung zu der historischen Monstrosität aufzubauen.

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