Investmentgesellschaft entfernt umstrittenes Zitat von öffentlichem Platz

Junge Freiheit

BERLIN. Die Investmentgesellschaft Blackstone hat eine Steinplatte mit einem Zitat des Dichters Ezra Pound vom Walter-Benjamin-Platz in Berlin entfernen lassen. Anlaß war ein monatelanger Streit um das angeblich antisemitische Zitat, berichtete die Welt.

In der Mitte des Platzes im Stadtteil Charlottenburg war zu lesen: „Bei Usura hat keiner ein Haus von gutem Werkstein. Die Quadern wohlbehauen fugenrecht, daß die Stirnfläche sich zum Muster gliedert.“ Usura ist lateinisch und bedeutet „Zinswucher“. Der Spruch spiele auf das Klischee vom Juden als Wucherer an, lautete der Vorwurf.

Der Architekt des Platzes, Hans Kollhoff, habe den Vers als Ausdruck der Wertschätzung der traditionellen Bauweise verwendet. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 war Kritik an der neoklassizistischen Gestaltung aufgekommen, die sich an die totalitäre Architektur der 1930er Jahre anlehne. Kollhoff hatte derartige Vorwürfe stets abgestritten. Im vergangenen Jahr nahm das Architekturmagazin Arch+ den Walter-Benjamin-Platz als einen „Rechten Raum“ in eine Liste von Orten auf, die totalitären Herrschern huldigen oder rechten Mythen einen Raum bieten sollen.

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