Inferno auf der eisigen Ostsee

Junge Freiheit

Die Todesfahrt der Wilhelm Gustloff begann am 30. Januar 1945 um 13.10 Uhr in Gotenhafen (Gdingen). Das Datum war ein doppelt böses Omen: Zum einen war es der zwölfte Jahrestag der Machtübertragung an Adolf Hitler, zum andern der 50. Geburtstag des Namensgebers. Wilhelm Gustloff, gebürtig aus Schwerin in Mecklenburg, war in der Schweiz Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation gewesen. Am 4. Februar 1936 war er von dem Attentäter David Frankfurter in seiner Davoser Wohnung erschossen worden.

Das mehr als 200 Meter lange, großzügig ausgestattete Schiff der NS-Organistion „Kraft durch Freude“ (KdF) hatte bis 1939 Kreuzfahrten nach Norwegen und Italien unternommen. Nach Kriegsbeginn wurde es in ein Lazarett-Schiff umgewandelt. Am 12. Januar 1945 begann die Offensive der Roten Armee, die rasch bis zum Frischen Haff vordrang. Ostpreußen wurde vom Reich abgeschnitten. Weil Gauleiter Erich Koch eine rechtzeitige Evakuierung verhindert hatte, blieb den gut anderthalb Millionen Zivilisten und 500.000 Wehrmachtsangehörigen nur noch die Flucht über die Fische Nehrung in den Danziger Raum und dann über die Ostsee. Für den Seetransport gab es jedoch keinerlei vorausschauende Planung, er mußte improvisiert werden.

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