Thüringer FDP-Stadel: Der vielleicht kurze Sommer der FDP

Tichys Einblick

In diesen Tagen entscheidet sich viel für Thüringen, mehr aber noch für die FDP im Freistaat. Wer in Thüringen gehofft hat, mit der FDP eine Partei zu wählen, die entweder hilft, Dunkelrotrotgrün abzulösen oder, wenn es im Ergebnis nicht reicht, eine konsequente Oppositionsrolle im Landtag einnimmt, dürfte sich getäuscht sehen. Außer vorab markige Worte zu Protokoll zu geben, um hinterher doch mit Dunkelrotrotgrün zu kuscheln, ist derzeit von der FDP nichts wahrzunehmen.

Politik ist jedoch mehr als Semantik, Wortmarketing und Kungelei. Zwar will man mit Dunkelrotrotgrün nicht zusammenarbeiten, hält die Linke, wie die AfD gleichermaßen, für die Repräsentanten der Ränder der Gesellschaft. Dennoch nimmt man an einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten teil, dessen Partei nach FDP-Meinung einen von zwei Rändern der Gesellschaft vertritt. Allerdings mutet die Vorstellung der Partei, die es mit Ach und Krach und ein wenig Glück über die 5%-Hürde geschafft hat, über die Ränder und über die Mitte im Freistaat reichlich seltsam an, denn die Ränder sind mit 54 % der Stimmen für Linke und AfD mithin wesentlich breiter als die schmale FDP-Mitte. Übrigens, während man mit einem Repräsentanten eines Randes spricht, vermeidet man – zumindest öffentlich – Gespräche mit dem Repräsentanten des anderen Randes. Im Denken der Thüringer FDP scheint inzwischen eine Unterscheidung zwischen dem guten und dem bösen Rand zu existieren.

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