Diskriminiert mich! Bitte! Das ist Menschenrecht!

Achgut

Diskriminiert mich! Bitte! Das ist Menschenrecht!

In irgendeinem Asterix-Comic gibt es eine nette Szene: Der greise Methusalix schlägt den Schmied Automatix. Dieser schlägt daraufhin Verleihnix, den Fischhändler. Auf dessen verblüffte Frage, was er denn getan hätte, antwortet Automatix sinngemäß: „Nichts, aber ich kann ja das alte Wrack da nicht schlagen.“ Daraufhin beschwert sich Methusalix lautstark (ebenfalls sinngemäß): „Ich will, dass man mich schlägt, ich habe ein Recht darauf, dass man mich schlägt!“

Ich glaube, Diskriminierung ist ein Menschenrecht. Wer, wie ich, viel im Internet unterwegs ist, der erlebt als „alter weißer Mann“ jede Menge Diskriminierung, angefangen vom spöttischen Hashtag #OKBoomer bis hin zu Aussagen wie „Ihr seid sowieso bald alle tot“. Und, seltsam, mich freut das. Ich habe mir das Recht, diskriminiert und beschimpft zu werden, hart erarbeitet. Hinzu kommen dann die üblichen Tobsuchtsanfälle, wenn mein politischer Background sichtbar wird, das geht dann vom „Neoliberalen“ über den „kaltherzigen Narzissten“, die „Umweltsau“ und den „Tiermörder“ bis hin zum heutigen All-time-Klassiker „Nazi“. Gelegentlich, wenn die Emotionen hochschlagen, kassiere ich auch mal die eine oder andere Morddrohung, übrigens von allen Seiten. Je nachdem, wem ich gerade auf die linken oder rechten oder religiös gereinigten Füße getreten bin. Sowas adelt, ich werde deshalb damit nicht weinend meine Mitmenschen nerven.

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