Corona-Ausbruch in Italien: Tote, Quarantänen und Ausgangssperren

Junge Freiheit

Wenn amtierende Politiker Fehler zugeben, dann wird der Bürger hellhörig. Umso genauer sollte man hinhören, wenn es sich um den Premierminister des Landes handelt. „Ich gebe zu, wir sind überrascht worden von dieser Explosion der Infektionszahlen“, sagte Giuseppe Conte Sonntag nachmittag. Conte, sonst eine Stilikone im Anzug, sitzt per Video im Pullover zugeschaltet. Es ist Sonntag. Und für rund 50.000 Italiener herrscht Ausnahmezustand im eigenen Land.

Die Carabinieri haben elf Kommunen von der Außenwelt abgeschnitten. Nur Versorgungskorridore werden freigehalten. Italien, wo die Pestwellen ab dem Spätmittelalter ihren Ausgang nahmen, und das uns bis heute Worte wie „Quarantäne“ und „Lazarett“ beschert hat, ist als Hafen der Welt stets Einfallstor für neue Seuchen gewesen. Früher als Endpunkt der Seidenstraße, heute als Endpunkt der „Maritime Silk Road“. Chinesische Touristen in den Kulturzentren und chinesische Arbeiter in den Industriehochburgen sind seit Jahren Normalität, der Austausch zwischen der Wirtschaftsmetropole Mailand und den boomenden Städten der ostasiatischen Küste Alltag.

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