Protest gegen Biografie-Veröffentlichung – Stokowski und ihre Moralapostel-Truppe gegen Woody Allen

Cicero

Rowohlt-Autoren wie Margarete Stokowski fordern ihren Verlag auf, Woody Allens Autobiografie „Ganz nebenbei“ nicht zu veröffentlichen. Dabei sind die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn nie bewiesen worden. Für den Traditionsverlag wäre ein Einknicken vor den Moralaposteln ein Armutszeugnis.

Rowohlt-Autoren wie Margarete Stokowski fordern ihren Verlag auf, Woody Allens Autobiografie „Ganz nebenbei“ nicht zu veröffentlichen. Dabei sind die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn nie bewiesen worden. Für den Traditionsverlag wäre ein Einknicken vor den Moralaposteln ein Armutszeugnis.

Ernst Rowohlt, der Gründer des Rowohlt-Verlags, war vier Mal verheiratet und hatte ein Kind mit seiner langjährigen Geliebten. Rowohlt verlegte kontrovers diskutierte jüdische Autoren, darunter Kurt Tucholsky, die von den Nazis als Pornografen geschmäht wurden. 1936 erhielt er Berufsverbot, 1938 wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Man darf getrost annehmen, dass Ernst Rowohlt sich im Grab umdrehen würde, wenn sein Verlag dem Druck eines Rudels politisch überkorrekter Autoren nachgeben und die Autobiografie des New Yorker Filmemachers Woody Allen — wie Tucholsky eine jüdische Ikone — nicht veröffentlichen würde.

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