Sonntagsheld (140) – Unter Linken

Sezession

Das Myzel im Honigtopf

Für viele Aktivisten gleicht das Antifa-Outing einem Ritterschlag, einer in ihrer Wichtigkeit nicht zu unterschätzenden Initiation. Wenn das eigene Gesicht zum ersten Mal auf einem linken Fahndungsplakat auftaucht, wenn das erste Mal ein Graffiti an der Haustür mit Gewalt und Tod droht, dann ist der Schritt aus der eigenen Komfortzone endgültig getan. Ein Zurück in die Anonymität gibt es dann nicht mehr.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das hat vor allem etwas Befreiendes und es ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von „nebenbei“ und Beliebigkeit hin zu einem neu ausgerichteten Lebensentwurf. Trotzdem geht jeder Nachwuchsaktivist damit anders um. Während der eine versucht, das Unvermeidliche so lange wie möglich herauszuzögern, wartet der andere gekränkt auf den ersten Artikel und beginnt schon an den feindlichen Recherchestrukturen zu zweifeln.

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