An der Grenze Europas

Sezession

Als wir uns Anfang März entschlossen an die griechisch-türkische Grenze zu fahren, war von Beginn an nur eines klar:

Diese Aktion würde kein Defend Europe 3.0 werden. Schließlich war die Lage eine ganz andere, hatten wir es doch diesmal mit einem Staat zu tun, dessen konsequentes Handeln sich grundlegend von jenen unbeholfenen Reaktionen der Jahre 2015, 2016 und 2017 unterschied. Damals hatten wir die Untätigkeit der Regierungen angeprangert und wollten beweisen: Es ist möglich, eine Grenze zu kontrollieren, es ist möglich den Schleppertätigkeiten der NGOs auf die Pelle zu rücken.

Nun, im beginnenden Frühling 2020, ging es um etwas anderes: Wir wollten uns solidarisch zeigen und die Griechen vor allem symbolisch unterstützen – waren aber auch bereit, im Zweifelsfall im Rahmen unserer Möglichkeiten mit anzupacken. Zudem hatten wir Kamera-Equipment dabei, um die Situation an der Grenze zu dokumentieren. Dabei war jedoch ein vollkommen neues Ausmaß an Fingerspitzengefühl gefragt: In unserem normalen modus operandi ist die Polizei zwar kein Feind, aber doch ein Gegner – oder sagen wir: ein Hindernis, das es spielerisch und ohne Boshaftigkeit zu umschiffen gilt. Dieses Mal verhielt es sich anders.

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