Blackbox KW 12 – Merkel und ihre „Sätze zum Einrahmen“

Tichys Einblick

Fast 18 Millionen saßen vor den TV-Geräten als Dr. Angela Merkel die für ihre Verhältnisse erstaunlich klaren Worte sprach: „Gerade in Zeiten wie diesen muss man zusammenhalten und aushelfen, wo man kann und gebraucht wird.“ 

Oh, Moment. Da sind uns die Redetexte durcheinandergerutscht. Das war nicht Merkel, sondern Florian Silbereisen, der das gesagt hatte, anlässlich seiner Bestallung als DSDS-Ersatzjuror für den von RTL als Rassisten verurteilten Xavier Naidoo.  

♦ Aber auch Merkels Rede war natürlich mindestens „historisch“, wie ihre Bewunderer von allen Kanzeln verbreiteten. Die „Virtuosin des Diskreten und Besonnenen“ (Welt) fand „Sätze zum Einrahmen“ (Die Zeit), bescherte der FAZ einen „Churchill-Moment“, und der Spiegel vernahm eine „Botschaft des Ausharrens, Aushaltens und Aushelfens“. Wir hörten als Merkels Kernsatz nur „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst“ – was man auch wüsste, wenn man Zeitung liest und woran beim besten Willen nichts Historisches zu erkennen ist. Aber wir gehören ja auch nicht zu den Beziehern der Panzerschokolade, wie sie Mitarbeiter der medienkriegswichtigen Betriebe offensichtlich wieder bekommen.

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