Gefühls-Virus 19: Frau Merkel geht einkaufen

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Frau Merkel erlebt die Coronakrise wie alle anderen Bürger. Auch sie geht einkaufen. Sie schiebt ihren Einkaufswagen selbst, sie legt die Artikel selbst in denselben und höchstselbst legt sie die Sachen auf das Kassenband, um dann mit ihrer eigenen Karte selbst zu bezahlen. So menschlich war schon lange keine Krise mehr. Und so eine vollsolidarische Führung des Landes auch nicht. Über die Hofberichterstatter.

von Max Erdinger

Es ist Coronakrise. Wir sind betroffen. Nicht nur von der Ausgangssperre und den Ladenschließungen, sondern generell so. Die große Betroffenheit, sozusagen. Betroffenheit ist Pflicht. Gefühlsfernsehen bis sich vor dem Glotzophon ölige Pfützen auf dem Fußboden bilden. Interviews mit Politikern und „Experten“ im ZDF. Als Studiokulisse: Ein Meer von Teelichtern in dunkler Nacht. Die große Emotionalumnachtung. Jedes Teelicht eine verstorbene Seele. In den sozialen Netzwerken gibt es Memes und Warnungen en masse: „Wer die Coronakrise verharmlost oder das Ausmaß der Tragödie anzweifelt, wird von mir blockiert und entfreundet“. Nie war es billiger, sich auf die Seite der menschlichen Betroffenheit zu schlagen und die „Coronahäretiker auszuschwitzen“. Emotionale Reportagen aus Krankenhäusern in Deutschland, hochemotionale aus der Lombardei.

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