Die Krise Corona und die moralische Glaubwürdigkeit des Staates

Tichys Einblick

Im Jahr 1845 fiel in Irland wie in vielen anderen Teilen Europas auf Grund eines Pilzbefalls der Pflanzen die Kartoffelernte aus. Das Gleiche galt für die folgenden beiden Jahre. Die Kartoffel war das Hauptnahrungsmittel der meist bitterarmen irischen Bauern, die nun vor dem Hungertod standen. Für die britische Regierung, der Irland unterstand, stellte sich die Frage wie man auf diese Krise reagieren sollte. Die Tory-Regierung, die 1845 im Amt war, unternahm gewisse Bemühungen durch die Verteilung von Brot aus Maismehl den Hunger zu lindern. Außerdem wurden die Zölle auf eingeführtes Getreide aufgehoben. Die liberale Regierung von Lord Russell, die im Juli 1846 ihr Amt antrat, war aber stark marktliberal ausgerichtet. Man wollte auf keinen Fall in das Marktgeschehen übermäßig stark eingreifen, weil man befürchtete, dass ein solcher Eingriff das freie Spiel der Kräfte auf immer zerstören würde. In Folge dieser Haltung starb rund eine Million Iren, weitere Millionen, oft Pächterfamilien, die ihr Land verloren hatten, weil sie die Pacht nicht mehr zahlen konnten, wanderten in den folgenden Jahren nach Nordamerika oder nach England aus.

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