125 Jahre Jünger – parodistisch

Sezession

Der Streit über die Frage, ob es sich bei Ernst Jünger um einen unserer großen Autoren handelt, flammt bei Jubiläen regelmäßig wieder auf.

Wenn auch die Schärfe aus der Auseinandersetzung verschwunden ist, weil Jüngers Werk mittlerweile zum offiziösen Kanon gehört, so scheiden sich an Jünger dennoch die Geister. Wer also noch nicht überzeugt ist, daß es sich bei Jünger um einen der Großen handelt, dem sei ein Blick auf die Parodien empfohlen, die auf Jüngers Werk verfaßt wurden.

Eine Parodie, als die Nachahmung eines Werkes, hat nur dann einen Effekt, wenn das Original über charakteristische Eigenschaften verfügt, die es von anderen unterscheidet. Das läßt sich für ein Genre, etwa den Arztroman, leicht bewerkstelligen, weil sich Klischees leicht parodieren lassen. Bei einzelnen Autoren muß das Werk über einen Wiedererkennungswert verfügen, da die Parodie sonst ins Leere läuft. Alle großen Autoren haben ihre Eigenheiten und lassen sich parodieren, so daß die Treffsicherheit der Parodie Auskunft über den Stilwillen des Originals gibt.

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