Coronavirus in China: Gefährliche Propaganda

Tichys Einblick

Japaner können ziemlich hellsichtig sein. Der 1988 äußerst erfolgreiche Cyberpunk-Animefilm „Akira“ spielte im Jahr 2020 und Tokio sollte in diesem Jahr die Olympiade austragen. Doch es herrschte ein katastrophaler Ausnahmezustand, und an einer Wand war plötzlich zu lesen: „Sagt Olympia einfach ab!“ Nun sind die Spiele zumindest verschoben.

Täglich kommen positive Meldungen aus China

Wie in einem weniger gut gelungenen Film glaubt man sich, wenn man die jüngsten chinesischen Äußerungen zur Beruhigung der Corona-Krise liest. Aus China kommen täglich positive Meldungen, dass das Corona-Virus besiegt sei. Was ist an solchen Nachrichten dran? Entschiedene Zweifel haben an den chinesischen Erhebungen japanische Wissenschaftler. Der Wirtschaftsprofessor an der Kaetsu-Universität in Tokio und frühere Mitarbeiter im Finanzministerium, Takahashi Yoichi, hat im Fernsehen und auf Twitter starke Bedenken geäußert, dass die Infektionen in China wieder auf Null zurückgegangen sind. Am Beispiel einer Grafik, die die Infektions-Kurven der am meisten betroffenen Länder vergleicht, zeigt er, dass die meisten Kurven ab dem 20. Februar etwa steil ansteigen, während die Kurve in China ab dem 16. Februar plötzlich in die Waagerechte übergeht. Infektionskurven können aber nur abflachen. Chinesische Behörden bestätigten diese Beruhigung an der Corona-Front. Der Wirtschaftsexperte hält dies aus statistischen Gründen jedoch für ausgeschlossen, die Abnahme der Fälle sei so schnell nicht möglich.

Extreme Ausschläge machen stutzig [...]

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