Kanzlerin, so lange sie will

Dushan Wegner

»Niemand wird so leicht eine Lehre, bloss weil sie glücklich macht, oder tugendhaft macht, deshalb für wahr halten«, so hofft Friedrich Nietzsche, und warum ich es Hoffnung und nicht Beschreibung nenne, wird deutlich, wenn wir in Jenseits von Gut und Böse, und dort im Aphorismus Nr. 39, weiterlesen, und weil meine Zwischenrede so lang war, dass wir den Anfang bereits wieder vergessen haben könnten, und während es ein Vorteil von Büchern ist, leichter noch als beim Film »zurückspulen« zu können, aber eben doch anstrengend bleibt, zitiere ich den ersten Satz gleich nochmal mit:

Niemand wird so leicht eine Lehre, bloss weil sie glücklich macht, oder tugendhaft macht, deshalb für wahr halten, die lieblichen »Idealisten« etwa ausgenommen, welche für das Gute, Wahre, Schöne schwärmen und in ihrem Teiche alle Arten von bunten plumpen und gutmüthigen Wünschbarkeiten durcheinander schwimmen lassen. Glück und Tugend sind keine Argumente. Man vergisst aber gerne, auch auf Seiten besonnener Geister, dass Unglücklich-machen und Böse-machen ebensowenig Gegenargumente sind. (Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse)

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