Zweifelhafter Nutzen: Was bringt die Corona-App?

jouwatch

Die geplante Corona-App, die Kontakte zu Infizierten rückwirkend und anonymisiert anzeigt, ist eine typisch deutsche Maßnahmen-Schimäre, ein Placebo, das den Anschein größtmöglicher Entschlossenheit erwecken soll, aber praktisch kaum Nutzen bringen dürfte. Die vielen Kompromisse, die hier an Datenschutz und Vertraulichkeit gemacht werden, machen das ganze Projekt entbehrlich.

Am deutlichsten wird dies bei der vorgesehenen Hauptfunktionalität, derzufolge nur „infektionsrelevante Kontakte“ von unter zwei Metern Abstand, die überdies mindestens 15 Minuten andauerten, registriert und gemeldet werden. Wer, so ist hier die Frage, kommt heutzutage, bei den gegenwärtigen Vereinzelungs- und Kontaktsperreregelungen, irgendjemandem noch näher als zwei Meter? Selbst wenn dies etwa beim Arztbesuch oder im Supermarkt der Fall wäre, dann handelt es sich um Sekundenbegegnungen – und nicht um 15-minütige Tête-à-têtes. Die App warnt daher also nur bei regelrechten „Intimkontakten“ – wie passt dies in ein Klima erhöhter Wachsamkeit, wo bereits über eine Maskentragepflichten diskutiert wird, die selbst aus einigen Metern Entfernung beim Sprechen und Atmen verbreitete Tröpfchen zurückhalten sollen?

[...]

Den ganzen Artikel und dessen Kommentare liest Du auf jouwatch.