Söder und die Dauerkrise: Jetzt wackeln schon die Wiesn

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Markus Söder scheint seine Rolle als drakonischster Krisenmanager der Republik zu Kopf zu steigen – und er plant offenbar in längerfristigen Zeitskalen: Gestern setzte er bereits hinter das diesjährige Oktoberfest ein dickes Fragezeichen und orakelte, dieses könne „nur unter völlig anderen Voraussetzungen“ als gewohnt stattfinden. Weiß die Politik über Corona etwa mehr, als sie den Bürgern preisgibt – oder soll der Ausnahmezustand zur Norm werden?

Während ganz Deutschland insgeheim auf die Zeit nach Ostern hofft und sehnlichst kleinste Lockerungen aus dem Shutdown erwartet, scheinen Deutschlands Spitzenpolitiker in völlig anderen Zeitskalen zu denken – und langfristig am Ausnahmezustand festhalten zu wollen. Vor allem Saarland-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Bayerns Markus Söder (CSU) tun sich seit Wochen als oberste Bremsklötze und Erwartungsdämpfer hervor, wenn es um die Frage nach Erleichterung und Rücknahme einzelner Maßnahmen geht. Beide nennen keinerlei angestrebte konkrete Zwischenetappen, bei deren Erreichen Änderungen vorgenommen werden, sondern betonen stets mantraartig, man stehe „ganz am Anfang“ der Epidemie.

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