Die Kindgesellschaft und ihre Angst vor der Wirklichkeit

Tichys Einblick

Spätestens seit jenem Unsinnstext des Knödelbarden Herbert Grönemeyer ist die Kindessehnsucht der bundesdeutschen Gesellschaft offenbar. Nicht die Sehnsucht nach Kindern ist mit diesem Begriff gemeint – nein, es ist vielmehr die Sehnsucht, selbst den Status des Kinds niemals verlassen zu müssen, sein Leben lang Kind bleiben zu können.

„Kinder an die Macht“, jener naiv-anarchische Aufschrei des Sängerschauspielers, war und ist immer noch der Aufruf, die Habecks und Baerbocks endlich das politische Ruder übernehmen zu lassen. Menschen die Geschicke des Staates lenken zu lassen, die, so der Barde, angeblich nicht berechnen, was sie tun. Eine Behauptung übrigens, die jeder, der sich in seinem Leben irgendwann einmal mit Kindern und Kinderpsychologie beschäftigt hat, in das Reich einer selbstgestrickten Legende verbannen muss, denn selbstverständlich sind Kinder nicht minder berechnend als Erwachsene. Sie unterscheiden sich von letzteren – wenn überhaupt – nur dadurch, dass die Ergebnisse ihrer Berechnungen in Ermangelung real gewonnener Erfahrungen oftmals andere sind als jene, zu denen tatsächlich Erwachsene kommen. Was wiederum Kindern nicht vorzuwerfen ist – sehr wohl aber Erwachsenen, deren Berechnungen sich auch in gesetztem Alter auf dem Niveau von Kindern bewegen.

Der Weg in die Kindgesellschaft als Flucht vor der Verantwortung [...]

Den ganzen Artikel und dessen Kommentare liest Du auf Tichys Einblick.