„Der Zeitgeist muss sich wandeln, sonst wandelt sich gar nichts”

Die Tagesstimme

Das Institut für Staatspolitik (IfS) besteht bereits seit 20 Jahren und zählt zu den wichtigsten rechten Akteuren im deutschsprachigen Raum. Die Tagesstimme sprach mit IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert über die Arbeit der Denkfabrik, das Verhältnis von Meta- und Parteipolitik sowie die neue Einstufung durch den Verfassungsschutz.

Die Tagesstimme: Das Institut für Staatspolitik feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Können Sie unseren Lesern, die das IfS noch nicht kennen, kurz schildern, warum das Institut gegründet wurde und welche Arbeit hier betrieben wird?

Dr. Lehnert: Als das IfS von Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann gegründet wurde, sollte damit ein Mangel behoben werden, der für das rechte bis konservative Milieu existentiell geworden war. Es gab keine Institutionen, die politische Bildungsarbeit und metapolitische Grundlagenarbeit auf einem professionellen Niveau anbieten konnten. Dieser Mangel existierte nicht erst seit dem Jahr 2000, sondern im Grunde seit den 1970er Jahren, als die Linken die Diskurshoheit errangen und die Rechte sich mit Helmut Kohls „geistig-moralischer Wende” abspeisen ließ. Die damaligen Protagonisten dachten in praktischer Hinsicht alles andere als konservativ. Viele waren in den 70er und 80er Jahren noch in einflussreichen Stellungen, ohne für die Zukunft vorzubauen. Wer das bis dahin nicht wahrhaben wollte, für den war die rot-grüne Regierungsübernahme 1998 vielleicht das Signal, aus dem sich dann endlich auch genügend Geldgeber fanden, um so etwas wie das IfS zu starten. Das IfS hat sofort mit den beiden genannten Säulen begonnen, der Bildungsarbeit, die sich vor allem an den Nachwuchs richtet, weil dieser keine Chance mehr auf eine politische Bildung hat, die diesen Namen verdient, und der metapolitischen Arbeit, die im Grunde die Munition für den öffentlichen Meinungskampf bereitstellen soll. Die Akademien sind mittlerweile legendär, und mit der einen oder anderen Studie ist es uns gelungen, in die Phalanx der linken Diskurshoheit einzubrechen. Durch die Gründung der Zeitschrift Sezession war es möglich, diese beiden Ansatzpunkte zusammenzuknüpfen, und daraus die wichtigste rechtsintellektuelle Zeitschrift Deutschlands zu machen.

Die Tagesstimme: Wie zufrieden sind Sie dann mit der Entwicklung, die das IfS seit der Gründung genommen hat? [...]

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