Jonglieren mit Worten: Auf der Suche nach den inneren Emigranten

Tichys Einblick

Innere Emigration als Begriff kam unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf. So entzündete sich zwischen Thomas Mann auf der einen Seite und Walter von Molo sowie Frank Thiess auf der anderen ein heftiger Disput: Handelt es sich bei der „inneren Emigration“ um Verschleierung der Kollaboration oder ist nicht eher die „Riviera-Lösung“ derer abzulehnen, die sich aus dem Staub gemacht haben? Mann kehrte trotz diverser Bitten nicht nach Deutschland zurück.

In belletristischen Werken schlägt sich der Geist der inneren Emigration häufig in symbolischen Verschlüsselungen nieder. Von den katholischen Schriftstellern, die so überwintern mussten, ist neben Werner Bergengruen und Gertrud von Le Fort Reinhold Schneider zu nennen. Dessen Roman „Las Casas vor Karl V.“, 1938 als Art halblegale Schrift veröffentlicht, protestiert in zeitloser Weise gegen das „Leid des geschundenen Wesens Mensch“, indem er sich auf die „Seite des Leidens“ stellt (Joseph Ratzinger).

[...]

Den ganzen Artikel und dessen Kommentare liest Du auf Tichys Einblick.