Das Allergeilste: Deine Rechte

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Staatsferne Sozialverbände wurden in den vergangenen Jahrzehnten systematisch zerstört, ein Keil nach dem anderen wurde in die „Gesellschaft“ getrieben, zunehmende Vereinzelung war die Folge – und mit Vereinzelten kann der Staat praktisch machen, was er will. Zugleich vergießt er Krokodilstränen über die „gespaltene Gesellschaft“. Da stimmt doch etwas nicht?

von Max Erdinger

Gerade zur Zeit zeigt sich das überdeutlich. Während Linksautonome trotz Verbots zu Tausenden ihre traditionellen Maifeiern in Berlin abhalten, der Clanchef seine verstorbene Mutter im Beisein mehrerer hundert „Familienmitglieder“ bestatten läßt, und Politiker sich keinen Deut um „Social Distancing“ und Atemschutzmasken scheren, zahlt der Deutsche im Vollbesitz seiner individuellen Rechte 400 Euro Strafe dafür, daß er ein zuvor gekauftes Eis auf einer Sitzbank verspeist, die nicht ganz fünfzig Meter von der Eisdiele entfernt steht. Altersheime sperren kurzerhand ihre Bewohner ein. Die Gesellschaft sei gespalten, heißt es. Das ist stark untertrieben. Sie ist fragmentiert. Wer keinen Clan hat, dem er angehört, wer nicht einer mitgliederstarken und solidarischen „Bewegung“ angehört, sondern mehr oder weniger Privatier ist und mit Argusaugen darüber wacht, daß ihm kein Dritter seine „Rechte“ beschneidet, ist dieser Tage zum Spielball einer in ihrer Ignoranz widerlich gewordenen Staatsmacht geworden, die ihn drangsaliert, wie es ihr gerade gefällt.

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