Deutsche Küche – was ist das und wie viele?

Tichys Einblick

Man nehme irgendeinen, gleich welchen Restaurantführer zur Hand. Ein Blick auf die Karte genügt. Sterne, Hauben, Punkte sind nicht gleichmäßig verteilt. Mit Ausnahme Berlins ist der Nordosten noch immer ein leeres Viertel. Das kulinarische Südwest-Nordost-Gefälle zwischen den römisch zivilisierten Gebieten und dem Rest Germaniens aber betrifft die Küche des ganzen Landes und ist so wenig zu übersehen wie die kulturelle Differenz zwischen preußisch-protestantischem Norden und katholischem Süden. Grob gesprochen ist der Katholik sinnenfroher und sündiger, also auch genussfähiger.

Auch wenn Regionalküche überall wieder in Blüte steht, verliert sie doch zugleich auch an Eigenart. Sie schleift sich ab, so wie sich auch Dialekte abschleifen. Die Wiederentdeckung des Regionalen ist auch eine Mischung aus Marketing und Reaktion auf die Globalisierung. Aber eben nicht nur: Es gibt tiefere Gründe dafür, dass es etwa in Oberfranken mehr Metzger, Bäcker und Brauereien pro Einwohner gibt als irgendwo sonst auf der Welt. Es gibt kein Nationalgericht, mit dem sich alle

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