Corona wird große Konzerne stärken und die Wirtschaft noch politischer machen

Tichys Einblick

Da ist also die Lufthansa, ein großes Wirtschaftsunternehmen, das durch widrige Umstände viel Geld verliert (von 800 Millionen Euro im Monat ist die Rede) und so – scheinbar – dem eigenen Ende entgegensieht. Und auf der anderen Seite steht der Staat, der dieses Unternehmen zu retten bereit ist. Man sollte meinen, dass in den Verhandlungen zwischen einer existenzgefährdeten Organisation und einer Instanz, die es in der Hand hat, die andere am Leben zu erhalten, die existenzgefährdete am kürzeren Hebel sitzt. Aber so ist es nicht. 

Wenn es so wäre, müsste Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, heilfroh sein und jedes Angebot des Staates beziehungsweise konkret der Bundesregierung, dankbar annehmen. Aber das tut er nicht. Statt eines Einstiegs des Staates als Großaktionär mit frischem Kapital der Steuerzahler und Staatsgläubiger bevorzuge er, wie er bis vor kurzem verkündete, ein Insolvenzverfahren. Nach der Video-Hauptversammlung am Dienstag war davon zwar nicht mehr die Rede. Aber das Manöver hat aller Welt und vor allem der Politik deutlich gemacht, dass das Unternehmen keinesfalls der schwächere Verhandlungspartner ist. Denn der deutsche Staat will oder kann die größte und einzig wirklich wichtige Fluggesellschaft des Landes offensichtlich nicht bankrott gehen lassen. Kann oder will – darauf kommt es kaum an. 

[...]

Den ganzen Artikel und dessen Kommentare liest Du auf Tichys Einblick.