Das Märchen zum 8. Mai: Als der Uhu einmal Präsident der Befreiten geworden war und eine Rede hielt

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Es war einmal ein Land, in dem das Volk zutiefst davon überzeugt gewesen ist, daß die Gleichheit von jedem mit jedem anderen den Gipfel der Volkskunst darstellt. Und so stellten sie alles mit allem anderen gleich. Die Normalgeschlechtlichen mit den Hinübergeschlechtlichen, die Ausnahmen mit der Regel, die Kulturfremden mit den Einheimischen, den Küchenhocker mit dem Wohnzimmersessel –  und ganz zum Schluß die Tiere mit den Menschen. So kam es, daß ein Uhu ihr Präsident wurde. Da aber bei aller Gleichheit noch immer die Hierarchien galten, nannte den Uhu niemand einen Uhu, sondern alle sprachen ehrfurchtsvoll vom Präsidenten, wenn sie eigentlich den Uhu meinten. Eines Tages hielt der Uhu eine Ansprache, so, wie es seine Pflicht gewesen ist bei wichtigen Anlässen. Zum 75ten Male jährte es sich nämlich, daß die Vorfahren des Volks einen gar schrecklichen Krieg verloren hatten. Er endete mit einer fürchterlichen Niederlage.

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