Theologischer Niveauverlust

Junge Freiheit

Die Predigt des EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm zum 8. Mai stellt eine Herausforderung dar. Eine Herausforderung insofern, als schwer zu entscheiden ist, ob das, was er da beim Gottesdienst zum 75. Jahrestag des Kriegsendes im Berliner Dom gesagt hat, nur undurchdacht und kitschig war, oder ob es sich um eine Art theologischer Machtdemonstration handelte.

Nehmen wir zu Gunsten Bedford-Strohms vorläufig ersteres an. Dann bleibt aber eine Menge an Verkürzungen und Verbiegungen der Lehre, die nicht auf sich beruhen können. Gleich zu Beginn sprach er fälschlich von der Gewalt als „Ursünde“. Davon ist in der biblischen Überlieferung keine Rede. Die Ursünde bestand im Ungehorsam der Menschen gegen Gott. Der Brudermord Kains an Abel – der „Aufhänger“ der Predigt, man scheut sich von Thema zu sprechen – war eine Folge. Und die Bestrafung des Brudermordes führte keineswegs – wie Bedford-Strohm suggerierte – dazu, daß die Gewalt zum Erliegen kam.

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