Desinformation & Demokratie: „Das Internet ist kaputt, wir brauchen ein neues“

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Die Idee, daß mehr freie Rede auch mehr Demokratie schaffe, sei an Social Media gescheitert, heißt es in einem Essay bei „Zeit Online“. Er stammt von Peter Pomerantsev, dem Autoren des Buches „Das ist keine Propaganda“. Tatsächlich ist das exakte Gegenteil der Fall. Pomerantsevs Essay ist die reine Propaganda. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Wie die linke Gehirnwäsche läuft, ist hinlänglich bekannt. Der erste Grundsatz lautet: Herrsche über die Sprache und herrsche so über das Denkbare. In der Praxis sieht das so aus, daß bestimmte Wörter zu Unwörtern erklärt werden, die nicht mehr verwendet werden dürfen. „Neger“ zum Beispiel. Oder „Muselman“. Auch werden Begriffe mit anderen Inhalten gefüllt und sodann als Wurfgeschosse gegen die bestehende Ordnung verwendet. Die Diskriminierung z.B., also die Unterscheidung (lat. discriminare = unterscheiden), wird zur Herabsetzung und erfährt so eine Annäherung an den ebenfalls geänderten Sinngehalt des Wortes „Chauvinismus“. Der Chauvinismus wurde in eine Art herrenmenschliches Generalverbrechen umdefiniert, der „Verbrecher“ zum „Chauvi“. Tatsächlich wäre der Chauvinist lediglich jemand, der davon überzeugt ist, Teil einer – in einer oder mehreren Hinsichten – überlegenen Gruppe zu sein. Ein Spieler des 1.FC Bayern wäre völlig zu Recht Chauvinist angesichts der Tatsache, daß sein Fußballclub den Meistertitel abonniert zu haben scheint. Die Begriffe „Diskriminierung“ und „Chauvinismus“ stehen somit nicht mehr zur Verfügung, um zu benennen, was ursprünglich gedacht und auch bezeichnet werden konnte. Tatsächlich gibt es aber die Unterscheidung genauso wie die Überlegenheit. Nur der Linke steht mit der Realität auf dem Kriegsfuß und will selbst das nicht mehr wahrhaben. Franz Josef Strauß hatte deshalb vor vierzig Jahren schon gemahnt, der Kampf um die Sprache sei wesentlich für die geistige Selbstbehauptung. Im Zuge der linken Gehirnwäsche – mutmaßlich zur Simulation von Relevanz eines „freien Gesellschaftsdiskurses in der tatsächlichen Irrelevanz“ – wurden auch Relativierungen zur regelrechten Seuche, mit denen sich überhaupt nichts anfangen läßt, außer eben Belanglosigkeiten zu quasseln. „Frei“ ist nicht steigerungsfähig, „gerecht“, „demokratisch“ und „aktuell“ ebenfalls nicht – und dennoch ist ständig von einer „freieren Gesellschaft“ die Rede, von einer „gerechteren Welt“, „demokratischeren Zuständen“ und dem „aktuellsten Wetterbericht“. Darüber hinaus werden Behauptungen als Fragen verkleidet. „Wie demokratisch regiert die Kanzlerin?“ ist keine Frage, sondern die Behauptung, daß die Kanzlerin demokratisch regiere. „Wie gefährlich ist die AfD?“ – Behauptung: Die AfD ist gefährlich. Beispiele für die linke Kastration des Denkens in realistischen Bahnen gibt es en masse.

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