Der Duft des Totalitären: Denunzianten werden gefeiert

Tichys Einblick

Wenn das Private politisch wird, ist der Totalitarismus nicht weit. Werden Alltag und Konsum, Freundeskreis und Hobbys, Begegnungen und Geplauder öffentlich auf den Prüfstand der herrschenden Moral gestellt, ist es mit der Freiheit vorbei. Demokratische Verfassungen billigen der Freiheit des Bürgers höchste Priorität zu, sicher eine der größten Errungenschaften unserer Zivilisation.

Jedermann im NS-Deutschland, in der Sowjetunion oder in der DDR wusste um die Macht der Denunziation. Blockwarte, KGB-Spitzel und Stasi-Informanten waren zu Recht gefürchtet. Auch kleine Organisationen – wie die Linksradikalen der 68er Generation in KBW, KB und KPD/ML oder aber Sekten wie Scientology – kennen moralischen Terror als Disziplinierungsinstrument in den eigenen Reihen. Wo das „Entlarven“ von Abweichlern Mode oder gar System wird, rückt das Totalitäre näher. Es ist zutiefst Besorgnis erregend, dass Denunziation derzeit im freien Westen sichtlich eine ungeahnte Blüte erlebt, manche Menschen völlig unerwartet mit voller Wucht trifft und damit öffentlich vernichtet.

[...]

Den ganzen Artikel und dessen Kommentare liest Du auf Tichys Einblick.