Soros & Gates: Die rechte und die linke Hand des Teufels

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Im kommenden Jahr sind Bundestagswahlen. Wer wird gewinnen? Wer wird Nachfolger von Angela Merkel? – Das ist Ablenkung. Die Musik spielt längst woanders.

von Max Erdinger

Um zu verdeutlichen, in welchem ungeistigen Umfeld hierzulande Meldungen à la „George Soros sagte …“ und „Bill Gates meinte …“ lanciert werden, halte man sich Folgendes vor Augen:

1. In Kassel wurde das Urteil gegen den international renommierten Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera gesprochen. Er hatte in einem Interview mit kath.net behauptet, bei einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare sehe er schwere Zeiten für die adoptierten Kinder heraufziehen. Stichwort „Pädophilie“. Angezeigt worden war er von einem Homosexuellen, der in Kutscheras Aussage „Volksverhetzung“ erkannt haben wollte, Betonung auf „wollte“. Verurteilt wurde Prof. Kutschera schließlich wegen „Beleidigung“ zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 100 Euro. Prof. Kutschera wird in Berufung gehen. Die Urteilsbegründung war interessant. Obwohl Prof. Kutschera einwandfrei nachweisen konnte, daß das Wort „Pädophilie“ seiner Bedeutung nach mit (übersteigerter) „Kinderliebe“ zu übersetzen sei und daß es lediglich im allgemeinen Verständnis auf „sexueller Mißbrauch von Kindern“ reduziert worden ist, begründete der Richter sein Urteil damit, daß ein wissenschaftlich argumentierender Professor bei öffentlichen Äußerungen zu berücksichtigen habe, wie er von weniger gebildeten Zeitgenossen interpretiert werden könne. Im Klartext: Hierzulande wird man nicht mehr unbedingt für das verurteilt, was man gesagt oder geschrieben hat, sondern dafür, daß man mit seinen Äußerungen die Gefühle von durchaus Unterbelichteten verletzt haben könnte. Lieschen Müller rules. Auf den Ausgang der Berufungsverhandlung darf man gespannt sein.

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