Der Leserbrief zum Gestern in der DDR als Mahnung an das Heute in der Berliner Republik

Tichys Einblick

Meine Kindheit und meine Jugend in der DDR waren sehr unbeschwert, obwohl meine Mutter nicht viel verdiente und mein Vater früh starb. Wir fuhren immer in den Urlaub und kaum mit der Gewerkschaft, sondern meist immer in eine private Unterkunft. Und ja, man konnte fröhlich sein, unbeschwert aufwachsen, wenn man nicht an der Politik rührte. Darin verstanden die Genossen absolut keinen Spaß. Aber die meisten wollten ja nur leben. Okay, wir hatten kein Auto, war nicht nötig. Wenn wir ein Auto brauchten, bestellten wir uns ein Taxi, was nicht sehr teuer war. Wir machten uns mehrheitlich genau so wenige Gedanken über die Gegenwart, wie die heutige Jugend. Aber eben: Nur nicht an die Politik rühren. Aber rund 87% des Wahlvolkes leben heute ebenso. Ich will jetzt um Gotteswillen die DDR nicht reinwaschen, es war eine Diktatur und wehe, jemand ging nicht zur Wahl oder, je nach Betrieb und Vorgesetzen, man kam nicht zur 1. Mai-Demo. Zeitungen waren – wie heute – nicht lesbar, Zeitschriften ebenso wenig. Man war im Prinzip in der inneren Gruppenemigration.

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