Geschichten aus dem Lockdown: „Es sind meine Kinder, die das bezahlen müssen“

Tichys Einblick

Ich bin Pädagogin und lebe auf dem Land. Damit befinde ich mich auf der Insel der Seligen, denn hier gibt es die Natur noch vor der Tür. Dass es mir und meiner Familie gut geht, ist also vor allem der Tatsache geschuldet, dass ich nicht in München Innenstadt wohne, auch nicht isoliert alleine, sondern Familie habe und sogar ein Pferd, das ich immer im Lockdown besuchen durfte, ohne als Lockdownbrecherin bestraft zu werden. Dennoch bin ich nach 10 Monaten Corona ermüdet und desillusioniert. 

Meine Tochter lebt nur für ihren Job als Physiotherapeutin. Sie geht morgens zur Arbeit mit Maske und ohne Pause. Ihre Hobbies Tanzen und Fitness kann sie nicht mehr ausüben. Sie ist jung und hätte gerne Kontakte, aber das darf sie nur noch sehr eingeschränkt, tanzen muss sie allein in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung. Ihr anderes Hobby, das Geigenspiel im Orchester, findet nicht mehr statt. Da sie entfernt in einer Großstadt wohnt, ist der Kontakt zur Familie auch nur selten möglich. Ihre Haut wird immer schlechter, da die Maske aknefördernd ist. Klar ist das nicht lebensbedrohlich, aber für ein 23jähriges Mädchen doch sehr belastend. 

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