Geschichten aus dem Lockdown: Leben und Sterben in Corona-Zeiten

Tichys Einblick

Zwei Fälle, die mich berührten: Im Umfeld meiner Tochter feiert eine Demente ihren hundertsten Geburtstag. Kein Familienmitglied darf kommen, Isolation nach Vorschrift. Dafür stoßen Pfleger mit ihr kurz an. Das besondere Ziel einsam erreicht – am nächsten Tag ist sie tot.

Ich erfahre, dass die Mutter einer Bekannten ebenso einsam im Heim verstarb. Nur eine Pflegekraft soll daneben gesessen haben, damit sie nicht ganz allein ist. Ob sie oft auf die Uhr schauen musste bei dem engen Arbeitsplan?

Mein Vater stirbt

Mein Vater ist deutlich über 90 und baut körperlich langsam, aber sicher, ab. Uns wird klar, dass – so keine Infektion kommt – es wohl sein letztes Weihnachten mit uns sein wird. Es sind die Rituale, die ihm eine Stütze sind. So geht er mit mir einmal die Woche einkaufen. Das strengt manchmal mehr, manchmal weniger an – aber es ist seine Messlatte, es zu schaffen, und nebenbei eine gute Gelegenheit alte Bekannte zu treffen.

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