Die Bundeswehr soll von Kampfdrohnen nur träumen

Tichys Einblick

Seit geschlagenen zehn Jahren wird in der deutschen Politik darüber diskutiert, ob und unter welchen Bedingungen die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausgerüstet werden soll. Nachdem in der Bundespolitik endlich Einigung erzielt schien, machte die SPD-Führung einen Rückzieher. Deren ganze Perfidie kommt im Satz des Vorsitzenden Walter-Borjans zum Ausdruck: Über das Thema sei noch nicht ausreichend debattiert worden. „Die Grenze zwischen der Verteidigung von Leib und Leben unserer Soldaten und Töten per Joystick ist hauchdünn“. TE hatte darüber berichtet.

In der Motivationspsychologie ist das Karotten-Prinzip bekannt. Dem Esel wird eine Möhre vor die Nase gehalten in der Erwartung, dass er den gewünschten Weg einschlägt. Die Bundeswehrsoldaten sollen sich offensichtlich weiterhin damit begnügen, Kampfdrohnen hinterher zu träumen. Was bedeutet, sich im Afghanistan- oder Mali-Einsatz gegen Angriffe nicht mit dem gebotenen Mittel der Wahl – nämlich bewaffneten Drohnen – wehren zu können. Mit deren Hilfe sind feindliche Kräfte unmittelbar nach Entdeckung bekämpfbar, ohne erst Luftunterstützung anfordern zu müssen. Das kann im Fall des Falles zu lange dauern und Soldatenleben kosten.

Kampfdrohnen entschieden den Krieg um Bergkarabach[...]

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