Stahlknappheit: “Wir hören, dass erste Betriebe in Kurzarbeit gehen”

Tichys Einblick

Lisa Mertes (Name geändert) sieht schwarz. “Die Stahlknappheit spitzt sich seit einigen Wochen zu. Wir hören, dass erste Betriebe wegen fehlendem Baumaterial in Kurzarbeit gehen”, berichtet die Frau, die Finanzchefin bei einem mittelständischen Metallbaubetrieb ist. Seit Januar seien die Stahlpreise um 50 bis 70 Prozent gestiegen. Besonders knapp seien Bleche, sagt sie. Mertes‘ Arbeitgeber – ein Familienunternehmen in vierter Generation – stellt vor allem Metallbauten für den Wohnbau her – etwa Treppen, Vordächer oder Balkons.

Auch ein Stahlhändler rät seinen Kunden, Stahlprodukte auf Vorrat zu kaufen. Ein großer Stahlhersteller aus Europa sei wegen einer undurchsichtigen Kostensituation und starken Auftragseingängen außer Markt gegangen, heißt es in einer Email, die TE vorliegt. Es sei nicht auszuschließen, “dass andere Produzenten ihre Verkaufskonditionen kurzfristig ebenfalls anpassen werden”, schreibt der Mann. Das ifo-Institut teilte denn auch am Freitag mit, dass Firmen der Metallerzeugung und -bearbeitung mit weniger Produktion rechnen. Laut einer Umfrage sanken die Produktionserwartungen von 38 Punkten im März auf 28 Punkte im April. Nur bei den Bekleidungsherstellern war der Rückgang größer.

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