Synagoge mit Steinen beschädigt + Fahne angezündet – 3 Festnahmen in Bonn-Gronau

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Synagoge mit Steinen beschädigt + Fahne angezündet – 3 Festnahmen in Bonn-Gronau; Bild: Startbild Youtube

Am 11.05.2021 gegen 19:30 Uhr beobachtete ein Anwohner mehrere, augenscheinlich jüngere Erwachsene, die den Synagogeneingang attackierten und auch mit „Feuer“ auf einem nahegelegenen Gehweg hantierten und rief die Polizei, die daraufhin sofort mehrere Einsatzfahrzeuge zum Ort des Geschehens entsandte. Die Tatverdächtigen – es wurden von Zeugen drei / vier dunkel gekleidete Personen beobachtet – liefen noch vor dem Eintreffen der ersten Polizeikräfte in Richtung Rhein davon.
Vor Ort stellten die Ermittler fest, dass ein Glasbereich der Eingangstüre offensichtlich mit zwei Steinen beschädigt worden war. Vor dem Eingang stellte die Polizei drei Papierzettel (Din4) mit wahrscheinlich arabischen Schriftzeichen sicher. Darüber hinaus fand sich auf dem Gehweg gegenüber der Synagoge eine weiß-blaue Fahne, die augenscheinlich angezündet worden war. Die Gegenstände wurden sichergestellt.
Im Zuge der unverzüglich eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen stellten Einsatzkräfte gegen 19:50 Uhr zwei verdächtige Personen im Bereich der Adenauerallee fest und überprüften sie. Die beiden jeweils 20 Jahre alten Männer wurden unter Tatverdacht vorläufig festgenommen.
Kurze Zeit später, gegen 20:00 Uhr, wurde ein 24-jähriger Verdächtiger im Bereich der Niebuhrstraße überprüft und ebenfalls vorläufig festgenommen. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gab ein Verdächtiger zu, einen Stein auf das Synagogengebäude geworfen zu haben. Außerdem räumten die Männer ein, eine zuvor gekaufte Israel Flagge vor dem Gebäude verbrannt zu haben. Befragt zu ihrer Motivation erklärten
sie, dass sie der aktuelle Konflikt in Israel zur Tatbegehung veranlasst habe.
Die drei Tatverdächtigen, die über feste Wohnsitze in Deutschland verfügen und
bislang nicht kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten sind, konnten nach
erkennungsdienstlichen Behandlungen und Abschluss der Ermittlungsmaßnahmen das
Polizeipräsidium verlassen. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Gemeinschädlichen Sachbeschädigung
ermittelt.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand waren die Verdächtigen zuvor möglicherweise mit einem Pkw unterwegs – das verdächtige Fahrzeug wurde im Zuge der intensiven Fahndungsmaßnahmen auf der Graf-Galen-Straße sichergestellt.
Aufgrund der Gesamtumstände hat der polizeiliche Staatsschutz der Bonner Polizei die weitergehenden Ermittlungen zu dem Geschehen übernommen. Derzeit prüfen die Ermittler auch, ob eine weitere, tatverdächtige Person noch im Zusammenhang mit der geschilderten Sachbeschädigung in Verbindung stehen könnte. Zeugen hatten eine weibliche Person, 18-22 Jahre alt mit dunklen, zu einem Zopf gebundenen Haaren beobachtet.

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