Angela Merkel und der „Krieg“ ohne Sieg

Tichys Einblick

Angela Merkel hat in der Pandemie immer wieder ein martialisches Vokabular verwendet. Nicht nur sie tat das. Das Virus als „Gegner“ oder gar „Feind“ zu bezeichnen, ist auch bei Jens Spahn und anderen längst zu einem Leitnarrativ geworden. Die wahrlich unsoldatische Merkel hat sich vor dem Bundestag wie die Anführerin eines kriegführenden Landes inszeniert, als sie sagte: „Am Ende können wir es gemeinsam schaffen, diese Pandemie zu besiegen und unser Land wieder in bessere Zeiten zu führen.

Das Ziel der Kriegführung ist für gewöhnlich der Sieg über einen Feind, wie ihn ja auch Merkel in Aussicht stellt. Kluge, verantwortungsbewusste Kriegsführende waren sich stets darüber im Klaren, worin ein solcher Sieg besteht. Merkel allerdings hat nicht explizit gesagt, woran man denn das „Besiegen“ der Pandemie erkennen werde, das die Voraussetzung dafür sei, „unser Land wieder in bessere Zeiten zu führen“. Ihr wurde allerdings erstaunlicherweise auch nie die direkte Frage danach gestellt. 

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