Angela Merkel hinterlässt nichts für die Geschichtsbücher

Tichys Einblick

Eigentlich gab es für Angela Merkel, als sie am 20. September 2005 im Amt des Bundeskanzlers auf den Sozialdemokraten Gerhard Schröder folgte, nichts zu tun. Schröder hatte das Feld gut bestellt. Die Wirtschaft boomte, auch dank der inneren Abwertung Deutschlands durch die Hartz-Reformen, die den Sozialdemokraten schließlich die Kanzlerschaft gekostet hatten. Das Konzept einer an New Labour orientierten neuen Sozialdemokratie war an der Haltung der Gewerkschaften und eines Teils seiner eigenen Partei gescheitert.

Doch für den sozialpolitischen Flügel der Sozialdemokraten stellte sich à la longue der Sieg als Pyrrhussieg heraus, denn sie ging mit dem ungeliebten Gerhard Schröder unter, weil den Sieg schließlich der identitätspolitische Flügel davontrug, der auch linke bis linksradikale Positionen aufsog. Damit enden die Pyrrhussiege jedoch nicht; der Sieg der Identitätspolitiker bescherte der früheren Arbeiterpartei ein Siechtum durch Auszehrung: Die SPD macht seitdem Politik gegen diejenigen, deren Interessen sie traditionell vertrat.

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