Kritik der Woche (3): Bernhard Schlinks 20. Juli

Sezession

Durch Zufall hatte mein Germanistikstudium einen eigentümlichen Bernhard-Schlink-Schwerpunkt.

Ich las alle Bücher, die bis zum Jahr 1995 erschienen waren. Ich fand sie klug und gut. 1995 war sein Welterfolg Der Vorleser erschienen. Das Buch wurde in 50 Sprachen übersetzt und 2008 erfolgreich verfilmt. Die Hauptrollen spielen ein Schüler und seine ältere Geliebte, von der sich herausstellt, daß sie KZ-Aufseherin war. Von jüdischer Seite wurde der Film harsch wegen angeblicher Verharmlosungstendenzen kritisiert.

Schlink, Jahrgang 1944, ist von Haus aus Jurist, Professor gar. Er, in Heidelberg aufgewachsen, lebt heute (wie es sich gehört) in „Berlin und New York“ und ist Mitglied der SPD. Spätere (wenngleich teils preisgekrönte) Romane aus Schlinks Feder erschienen mir weniger kunstvoll. Erneut für Aufmerksamkeit sorgte Schlink, als er 2019 einen Gastbeitrag in der FAZ veröffentlichte. Darin beklagte er einen „zu engen Mainstream“ und mithin „eine Politik, die keine Alternativen kennt und daher auch keine Kritik und keine Kontroverse.“

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