Expertenherrschaft in der Risikogesellschaft

Tichys Einblick

Der Soziologe Ulrich Beck hat für die von Karl Popper beschriebene »Offene Gesellschaft« den Begriff »Risikogesellschaft« geprägt. Risiko ist für ihn die Antizipation mehr oder weniger großer Katastrophen (bei John Kay und Mervyn King heißt dies nüchterner »Abweichung vom Referenz-Narrativ«). Mit der Verwandlung radikaler Unsicherheit in kalkulierbare Risiken will sich die moderne Gesellschaft die Zukunft sichern, oder in ihren eigenen Worten gesagt: »Nachhaltigkeit« schaffen. Aber die Handlungen der Risikogesellschaft sind »reflexiv«, das heißt, dass durch die Risikovermeidungstechniken immer neue Risiken erschaffen werden. Statt »Nachhaltigkeit« schafft die Risikogesellschaft »Fragilität«. Was dem 2015 verstorbenen Beck zu seiner Lebenszeit noch unscharf blieb: Die Risikogesellschaft zerstört sich schließlich selbst.

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