Flüssigsalzreaktor: Aus der Wüste Gobi kommt die Zukunft

Tichys Einblick

Der hochgewachsene, hagere Mann spricht frei und trotzdem wie gedruckt. Sein rhetorisches Talent steht außer Frage, aber so recht will der Funke nicht überspringen. Es ist auch schwer für Friedrich Merz an einem Samstagnachmittag auf kleiner Bühne in einer kleinen Stadt, die geschätzt zweihundert Zuhörer zu wecken und aus ihrer Lethargie zu reißen. Witze über den politischen Gegner funktionieren immer, aber mit den Sachfragen, die ihn erkennbar mehr bewegen, dringt er kaum durch. Vielleicht sind die Deutschen längst zu müde, zu abgestumpft und zu träge, um die Bedeutung dessen, was er ihnen erläutert, wirklich zu begreifen. Von der verkorksten Energiewende über die drohende europäische Schuldenunion bis hin zur veränderten geopolitischen Lage malt er das große Panorama der Baustellen, die den Diskurs weit eher prägen und die Wahlentscheidung weit mehr beeinflussen sollten, als Gendersprech, Lastenräder oder Tempolimit. Und besonders eindringlich formuliert er immer dann, wenn er auf die „gelbe Gefahr“ verweist, ohne diese vor über einem Jahrhundert geprägte Begrifflichkeit wörtlich zu verwenden. Chinas Streben nach globaler Hegemonie ist offensichtlich, wenngleich die von Friedrich Merz angeführten Beispiele der Aufstockung des Botschaftspersonals in Kabul und das Konzept der neuen Seidenstraße die Herausforderung nur oberflächlich beschreiben. Über Chinas künftige Rolle in der Welt entscheiden wie einst bei Großbritannien, Deutschland und den USA zuvorderst technische Innovationen. Ökonomische, kulturelle und politische Dominanz fallen denen automatisch zu, die Apparate und Werkzeuge für eine immer effektivere Erfüllung von Bedarfen entwickeln, produzieren und liefern.

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