Goldpreis unter Druck – Marktbeobachter wittert Manipulation

Tichys Einblick

Eigentlich müssten gerade glänzende Zeiten für Edelmetalle anstehen. Das Wirtschaftswachstum fällt in diesem Jahr geringer aus als erwartet: Das ifo-Institut senkte am Dienstag seine Jahresprognose um 0,8 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Grund sind die anhaltenden Lieferengpässe. Auch die Inflation zieht an – die Verbraucherpreise stiegen zuletzt um 3,9 Prozent und die Erzeugerpreise sogar um 12 Prozent. Gleichwohl profitiert Gold bislang nicht. Der Kurs liegt mehr als 100 US-Dollar tiefer als zu Jahresbeginn.

Der Edelmetallanalyst Dimitri Speck geht davon aus, dass der Preis auch aufgrund von Manipulationen gefallen ist. „Der Preis wird manipuliert, um angesichts steigender Inflationsraten die Sparer zu beruhigen”, erklärt er gegenüber TE. Dieses Motiv habe der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan bereits am 18. Mai 1993 in einer Sitzung der US-Notenbank genannt. „Damals sinnierte er, Gold zu verkaufen, damit das ‘Thermometer’ – also der Goldpreis – nicht ‘die zugrunde liegende Psychologie beeinflusst’ – und letztlich das Verhalten der Markteilnehmer ändert”, erklärt Speck. Heißt also: Wenn der Goldpreis zu kräftig steigt, geht die Inflationsangst um und die Menschen könnten Dollar, Euro und Co. das Vertrauen entziehen. Das wollen die Zentralbanken verhindern.

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