Roger Scruton kritisiert die Meisterdenker des Marxismus

Tichys Einblick

Warum sollte man sich noch mit den „Meisterdenkern“ der Linken aus dem vergangenen Jahrhundert befassen? Sind das nicht alte Hüte? Ist der Marxismus in seinen wesentlichen Spielarten nicht längst widerlegt, hat er nicht jedes größere Interesse verloren? Für viele Bereiche des linken Denkens trifft dies zweifellos zu, trotz der periodisch wiederkehrenden Versuche, Marx und seinen „Followern“ eine neue Resonanz zu verschaffen.

Das wichtigste Erbe der marxistischen Linken besteht jedoch fort: Es ist das, was der 2020 verstorbene englische Philosoph Roger Scruton, die „Transformation der politischen Sprache“ nennt. Daher zielt sein eigenes Buch über die linken Denker des 20. Jahrhunderts in erster Linie darauf ab, „die Sprache vor dem sozialistischen ‚Neusprech‘ zu bewahren“. Dazu aber ist es höchst hilfreich, im Blick zurück zu erkennen, wie dieses Neusprech in die Welt gesetzt wurde und was diese Form der ideologischen Sprache für ein realitätsgerechtes Denken bedeutet. Im linken Denken sieht Scruton nicht nur eine fehlgeleitete Religion oder eine Art Gnostizismus, dem es auf der Grundlage eines angeblichen Wissens um die Macht geht. Vielmehr erkennt er bei vielen der untersuchten Autoren eine Zurückweisung des Erbes der abendländischen Zivilisation, die sich aus einer Haltung der Negativität speise.

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