Das Damoklesschwert über dem Kopf der Grünen

Tichys Einblick

Auch wenn sich nicht alle ihre Hoffnungen erfüllt haben, sonnen sich die Grünen in dem Gefühl, zumindest der moralische Sieger der Bundestagswahl zu sein. Der Zweckoptimismus, mit dem die Grüne Partei in die Sondierungsgespräche eingetreten ist, überdeckt allerdings eine Reihe von massiven Problemen. Das größte davon spielt merkwürdigerweise so gut wie keine Rolle in den aktuellen politischen Analysen.

Problem Nr. 1: Durch die Aufstellung von Annalena Baerbock als ‚Kanzlerkandidatin‘ – ein Anspruch, der im Rückblick wie Hybris anmutet – hat die Partei ihren Höhenflug eigenhändig gestoppt. Es ist müßig zu spekulieren, welches Ergebnis mit Robert Habeck als Spitzenkandidat erreichbar gewesen wäre, denn Politik findet nun einmal nicht im Irrealis statt. Die Konsequenz besteht jedenfalls darin, dass die Grünen sich nicht auf Augenhöhe mit der SPD wiederfinden, die ihnen um mehr als 10 Prozentpunkte enteilt ist, sondern mit dem anderen Juniorpartner einer Ampel-Koalition, der FDP. Um es in der bildhaften Sprache Gerhard Schröders auszudrücken: Diese Koalition hätte, sofern sie zustande kommt, einen ‚Koch‘ und zwei ‚Kellner‘. Die Hoffnung der Grünen, wenigstens zum Sous-Chef der Küche zu avancieren, hat sich einstweilen erledigt.

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